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Matthias Holländer

CV / Text

Matthias Holländer  wurde 1954 in Heidelberg geboren. Von 1973 bis 1978 studierte er Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Heute lebt Holländer als freischaffender Maler und Fotograf am Bodensee. Seine malerischen Werke werden seit den 1970er Jahren regelmässig im In- und Ausland in Galerien und Museen gezeigt. Seit 2007 sind auch seine fotografischen Arbeiten in öffentlichen Ausstellungen zu sehen.

Zwar bezeichnet man Matthias Holländer als realistischen Maler, sogar als Hyper-Realisten, doch sind seine Bilder eigentlich Inszenierungen, kein Abbild der realen Situation, vielmehr sorgfältig arrangierte und inszenierte Kompositionen. Nichts ist so wie es wirklich ist. Darin besteht des Künstlers Freiheit: Dinge so zu "biegen", bis sie nach seinem ganz persönlichen Gutdünken die Aussage und Ausstrahlung haben, die er ihnen verleihen will. Dem Resultat, oft sehr grossformatigen Gemälden, vermag sich der Betrachter kaum zu entziehen. Ihre suggestive Ausstrahlung ziehen ihn in den Bann. Man ist immer geneigt, noch näher hin zu gehen, um festzustellen, ob es sich wirklich um Malerei handelt oder doch nicht etwa um Fotografie. Dabei verwendet Matthias Holländer heute die Fotografie als zeitgemässes Skizzenutensil; sie ersetzt Stifte und Papier. Daraus hat sich für ihn auch eine neue eigenständige Ausdrucksform entwickelt.
Auffallend ist, dass in Holländers Gemälden kaum Menschen vorkommen, jedoch Spuren und Relikte, die Menschen hinterlassen haben. Seien es ausgestopfte Tiere und Tierskelette in naturhistorischen Museen, die von Menschen am Ort der Kultur schlechthin präpariert wurden oder die Landschaften wie der Hegau am Bodensee, eine Kulturlandschaft ebenso von Menschenhand geschaffen. Was viele von Matthias Holländers Bildern oft gemein haben, ist deren  subtile Morbidität - Ausdruck einer Vergänglichkeit, wie wir sie von den Stillleben (nature morte) aus der flämischen Renaissance her kennen. Dennoch oder gerade deswegen geht von Holländers Bildern eine unglaubliche Faszination aus. Sie lösen Emotionen aus - wohl ein untrügliches Merkmal für deren Qualität.

 www.matthias-hollaender.de Externer Link