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Louis Perrin

Die Zep von Louis Perrin

Der 1955 in Mülhausen geborene Bildhauer Louis Perrin stellt seine Werke seit 1975 in Frankreich und im Ausland aus. Seine Ausbildung absolvierte er an der Akademie der bildenden Künste in Strassburg und in verschiedenen Ateliers. Unter anderem hat er bei der Restauration historischer Baudenkmäler wie dem Strassburger Münster und in Venedig gearbeitet. Seit 1980 kreiert er monumentale Skulpturen in Stein, Bronze und verschiedenen anderen Materialien. Louis Perrins ist sehr vielseitig. Er hat unter anderem auch Kunst unterrichtet, Bühnenbilder für Theater kreiert sowie Installationen und Performances geschaffen. Heute lebt und arbeitet Louis Perrin in Brassac im Bezirk Tarn-et-Garonne.

Somit ist Louis Perrin nicht nur Bildhauer, sonder auch Maler, darstellender Künstler und Erfinder. Er hat seine ganz eigene Kunstrichtung entwickelt, die unverkennbar seinen Charakter widerspiegelt. Seit über 20 Jahren kreiert Perrin eine Vielzahl unterschiedlicher Werke, die alle unter dem Siegel Zep vereint sind. Was deren Bedeutung ist, überlässt der Künstler der Vorstellungskraft jedes einzelnen. 1991 fand Louis Perrin eine Metallplakette mit diesen drei Buchstaben in einer alten Lagerhalle. Es handelt sich dabei um eine alte Markierungsplatte der französischen Eisenbahn. Diese Entdeckung bedeutet zugleich eine Wende im Schaffensweg des Künstlers. Sie symbolisiert den Neubeginn in ein ästhetisches Abenteuer. Die Zep-Kunst ist ein Konzept, in dem sich Skulptur, Malerei, Performance und Installation überschneiden und auch mit einander verweben. Mit der Zeit verlieren sich die einzelnen Disziplinen auf vielfältige Weise. Der Künstler interpretiert zum Beispiel Verkehrsschilder neu, in dem er sie mit seiner eigenen Sprache bereichert oder er erfindet gar eigene Schilder. So belebt er alte Räderwerke, die eingeschlafen und vergessen waren.

Die Ausstrahlung der Skulpturen entdeckte Louis Perrin in den Kathedralen, vor allem in Strassburg wo er ja auch bei der Restaurierung mitgearbeitet hatte. Von da an arbeitet er unter anderem mit Stein, Harz oder Holz, also fast allen Materialien. Louis Perrin spielt aber auch mit Bronze, Aluminium und Polyester, aus denen er Figuren kreiert, die den Betrachter überraschen und berühren. Die Zep, wie er seine Figuren nennt, fallen durch ihre überdimensional langen Beine und grossen Füsse auf. Man weiss nicht, wohin sie mit ihrem schwebenden Gang hingehen, doch entschlossen streben sie ihrem unbekannten Ziel entgegen. Ihre langen Körper entfalten sich und erreichen nicht selten eine Höhe von bis zu drei Metern. Ein ursprünglich zweidimensionales Schattengebilde wurde so zur dreidimensionalen Skulptur. Dank ihrer weichen und mit Leichtigkeit ausgetragenen, fast schwebenden Bewegungen passen sich die Zep ihrer Umgebung an.